Loslassen ist wohl die schwerste aller Hürden, die wir nehmen müssen oder besser gesagt sollten.
Ich habe große Probleme damit und egal wieviel Mühe ich geben mochte, mir gelang es nicht. Ich fühlte mich schuldig, ich hatte das Gefühl ich verrate meine Kinder. Ich sagte mir, wenn ich loslasse, dann habe ich doch nichts mehr ... es waren wirre Gedanken und sie sind immer noch da.

Dann fand ich die diese Zeilen im Internet, sie waren anders formuliert, aber ich schrieb es um, in die Ich-Form und nahm raus, was mir als unwichtig erschien. Dabei kam dieser Auszug heraus. Ich druckte mir diese Zeilen aus, las sie und legte sie in mein Buch. Ich lese jeden Abend "Ich werde Loslassen" und schaffte es auch schon, das Wort "STOPP" zugebrauchen.

Vielleicht hilft dem einen oder anderem auch dieser Text und wer ihn haben möchte und nicht suchen will, kann mich gerne anschreiben, ich schicke ihn dann gerne per Email. 

Ich werde Loslassen
Loslassen können ist eine Form der Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation.
Ich akzeptiere, dass uns etwas widerfahren ist, das unseren Wünschen widerspricht.
Loslassen kann aber auch bedeuten, dass wir uns aus einer uns schädigenden Situation befreien. Wir können zu der Entscheidung kommen, loszulassen - wenn wir z.B. feststellen, dass das bisherige Leben nicht (mehr) unsere Bedürfnisse befriedigt
Loslassen können ist eine reine „Kopf-Sache“. Wenn ich loslasse, entscheide ich mich, meinen Blick weg von der mir belastenden Situation nach vorne zu richten.
Ich starte dabei mit den unterschiedlichsten Gefühlen wie etwa Verzweiflung, Trauer, Angst, Wut.
 Meine gesamte Aufmerksamkeit galt bisher diesem belastenden Ereignis. Indem ich mich damit befasste, erlebte ich immer wieder dieselben negativen Gefühle. Meine Gedanken kreisten wie ein Karussell: „Warum musste mir das passieren?“ „Warum ist das Schicksal so ungerecht!“ „Ich schaffe es nicht, mich aus der Situation zu befreien.“
Nun ist der Punkt  gekommen, an dem ich merke, dass ich so nicht mehr weiterleben möchten und kann.
·         Ich mache mich bereit, die Vergangenheit zu akzeptieren. Ich entwickel die Einstellung: „Ich bin bereit, zu akzeptieren, was passiert ist. Mir gefällt es nicht, aber es ist passiert.“
·         Ich mache mich bereit, zu erkennen, dass die momentane Situation mir körperlich und seelisch schadet und suche nach einer Lösung.
·         Ich habe das Vertrauen, dass es eine Lösung gibt und ich es schaffen werden, meine Situation zu verändern
Der Prozess des Loslassens beginnt in meinem Kopf. Wenn ich nicht loslasse, ist das so, als würden ich ein Seil um einen dicken Baumstamm legen und versuchen, den Baum durch heftiges Ziehen von der Stelle zu bewegen. Ein aussichtloser Kampf.
Um mit dem aussichtslosen Ringen aufhören zu können, hilft mir
·         die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie ich es gerne hätte.
·         die Bereitschaft zu akzeptieren, dass die Welt nicht immer gerecht ist.
·         die Erkenntnis, dass Loslassen weder gutheißen, noch kapitulieren bedeutet.
·         das Bewusstsein, dass ich es verdient haben, dass es MIR gut geht.
Im Grunde genommen beginnt das Loslassen mit einem einzigen Satz: „Ich bin bereit, loszulassen".
·         Wann immer Ich an das denke, was Ich loslassen möchte, unterbreche Ich meine Gedanken mit einem STOPP und halte mir den obigen Satz vor Augen. Ich werde in der ersten Zeit den Eindruck haben, mich zu belügen. Mit zunehmender Übung werde Ich aber beginnen, mir Glauben zu schenken.
·         Ich mache eine Gewinn-Verlust-Rechnung auf: Was gewinne ich, wenn ich loslasse? Was verliere ich, wenn ich loslasse? Oder anders herum: Was verliere ich, wenn ich nicht loslasse, was gewinne ich, wenn ich nicht loslasse? Die Beantwortung dieser Fragen motiviert mich einerseits, loszulassen und zeigt mir andererseits, welche Ängste und Befürchtungen ich habe, wenn ich loslasse.
·         Ich stelle mich meiner Angst, loszulassen. Ich überprüfe , ob meine Angst realistisch, begründet oder übertrieben ist. Häufig erzählen ich mir nämlich, dass ich zu etwas unfähig bin oder sich Katastrophen ereignen werden, obwohl dies überhaupt nicht der Fall ist. Nur, indem ich mir meine Angst genauer anschaue, stelle ich fest, ob diese begründet ist.
 
Ich vermeide Selbstvorwürfe, so lange an etwas festgehalten zu haben und erst jetzt aus der Situation ausbreche. Ich habe aufgrund meiner Lebensgeschichte solange gebraucht, um diese Erkenntnis zuzulassen.
Es wird mir die erste Zeit erst schlechtgehen, aber dennoch wird sich dieser Weg lohnen und ich werde mir irgendwann sagen :
„Hätte ich diesen Schritt nur viel früher getan !“